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Le(e)hrraum Kultur Macht kritisch?

Eine Veranstaltungsreihe mit Inputs, Dialogforen und Workshops zu machtkritischen Ansätzen in der Kulturellen Bildung

In fünf Teilen nähern wir uns einer machtkritischen Kulturellen Bildung, indem wir kritisch verstehen, historisch aufarbeiten, erinnern, lokalisieren und selbst organisieren. 

Über die Veranstaltungsreihe

Über Kunst und Kultur wird nicht nur Diskriminierung kritisch vermittelt.  Denn Kulturelle Bildung ist selbst nicht frei von machtvollen Kontexten: in der Geschichte, in der Gegenwart, in Theorie und Praxis. Um Kulturelle Bildung kritisch zu beleuchten, zu hinterfragen und zu denken, geben wir einen Raum, sich mit folgenden Fragen zu beschäftigen: Was bedeutet es, diskriminierungskritisch zu arbeiten? Dabei setzen wir besonders eine kritische Geschichte der Kulturellen Bildung in den Fokus: Wie ist sie historisch gewachsen? Welche kolonialen Spuren spiegeln sich bis heute in ihr? Welche Formen einer kritischen Erinnerung und Aufarbeitung brauchen wir? Und wie lassen sich neue, kritischere Wege der Kunst- und Kulturarbeit gehen?

Berliner Akteur*innen der Kulturelle Bildung reflektieren kritisch: theoretisch wie praktisch, vor allem aber aus marginalisierten Positionen heraus. Sie geben Einblicke in derzeitige Debatten, Forderungen und kritische Konzepte einer kritischen Kulturellen Bildung. Wir laden dazu ein, gemeinsam die Kulturelle Bildung zu überprüfen und neue Wege in dieser auszuprobieren.

Die Veranstaltungen

#1 kritisch verstehen: Diskriminierung in der Kulturellen Bildung abbauen

Fr., 10.11.23, 10:00 bis 16:30 Uhr
aquarium am Südblock

Um kritisch verstehen zu können, schauen wir uns theoretische sowie praktische Ansätze in der Kulturellen Bildung an. Warum ist es wichtig, Diskriminierungen nicht getrennt, sondern miteinander verstrickt (intersektional) zu verstehen? Zum Beispiel erfährt eine Taube junge Person eine andere Form der Diskriminierung als eine hörende junge Person. Im Fokus der Veranstaltung steht dabei die Diskriminierung gegen junge Menschen aufgrund von Alter (Adultismus) in Verbindung mit weiteren Diskriminierungsformen.

In vier Inputs geben Akteur*innen Einblicke in kritische Ansätze zur Kulturellen Bildung: Was bedeutet „intersektionale Pädagogik“? Wie lässt sich „kritisches Erwachsensein“ und die Diskriminierung Tauber Menschen durch das „Privileg zu hören“ zusammendenken? Wie (anti-)rassistisch sind Angebote für Kinder, wie Lieder, Bücher und Veranstaltungen, gestaltet? Und wie erfahren junge Menschen Diskriminierungen besonders in der Schule durch Erwachsene?


Zur Veranstaltung

#2 kritisch aufarbeiten: Kulturelle Bildung dekolonialisieren

Mo., 17.6.24, 13:00 bis 17:30 Uhr
Nachbarschaftshaus Urbanstraße 

Schwerpunkt (De)kolonialismus

Was hat Kulturelle Bildung mit Kolonialismus zu tun? Aus Kunst-, Kultur- und Bildungsprojekten kommt viel Kritik an kolonial bedingten Ungerechtigkeiten. Genauso fordern sie mithilfe Kultureller Bildung, dekolonial zu wirken. Dabei geht es zum Beispiel darum, von kolonialem Rassismus betroffene Menschen zu stärken und für das lange ignorierte Thema Kolonialismus zu sensibilisieren. Denn Kolonialismus ist bisher nicht ausreichend historisch aufgearbeitet und seine Spuren sind in unserer Sprache, Wissen und Kultur weiterhin fest verankert. Kolonialismus wirkt heute noch: ob in dem Stoff, den Kinder und Jugendliche in der Schule lernen oder dem Rassismus, der aus ihm folgt

In der zweiten Runde von Le(e)hrraum Kultur Macht kritisch? beschäftigen wir uns also mit kolonialen Spuren in der Kulturellen Bildung. Wie können wir sie aufdecken und kritisch aufarbeiten: Welche Möglichkeiten und Ansätze gibt es, Kulturelle Bildung zu dekolonialisieren?

Leila Haghighat gibt in ihrem Vortrag Double bind - (post)koloniale Perspektiven auf die Kulturelle Bildung Einblicke in Konzepte der postkolonialen Theorie. Im Anschluss kann ein Workshop besucht werden: Empowern Sie sich mit künstlerischen Strategien als Kunst- und Kulturbildner*innen of Color und lernen Sie Strategien, um (strukturelle) Hürden zu überwinden (BIPOC only!), setzen Sie sich mit Methoden des process work kritisch mit dem eigenen Weißsein in Beziehung und entwickeln Sie Strategien des Powersharings. Sie vermitteln selbst Wissen? Dann erfahren Sie mehr über Methoden des globalen Wissens, um Schule und Wissen zu dekolonialisieren oder entwickeln Sie am Projektbeispiel der dekolonialen Museumspraxis Strategien für einen machtkritischen Umgang mit der eigenen kolonialen Geschichte.
 

zur Veranstaltung

#3 kritisch erinnern und archivieren: neue Erinnerungsformen in der Kunst- und Kulturvermittlung

vrs. Dez. 2024

mit den Schwerpunkten öffentliche Denkmäler und alternative Archive

#4 kritisch wenden: Kulturelle Bildung in Berlin

vrsl. Frühjahr 2025

mit den Schwerpunkten Grenzen durch Ost/West und künstlerische Biografiearbeit (in Bearbeitung)

#5 kritisch machen: Kulturelle Bildung selbst organisieren

vrsl. Ende 2025

Vernetzung und Perspektiven von selbstorganisierten Kunst- und Kulturpraktiker*innen über die Leerstellen im Diskurs